Impro Basics: Spontan und präsent agieren
Improvisationstheater ist Theater ohne Drehbuch und Leitfaden. Szenen entstehen spontan auf der Bühne, aus dem Moment heraus und im Zusammenspiel der Beteiligten. Damit das gelingt, brauchen die Spieler*innen Kreativität und Spontanität – Eigenschaften, die sich gezielt trainieren lassen und auch in der universitären Lehre eine zentrale Rolle spielen. Lehrende begegnen regelmäßig offenen Situationen: Diskussionen entwickeln Eigendynamiken, Fragen kommen unerwartet, geplante Abläufe müssen spontan angepasst werden.
Im Improvisationstheater lernen die Teilnehmenden, aufmerksam aufeinander zu achten, Ideen der Mitspieler*innen aufzunehmen, weiterzuführen und selbst klare Angebote zu machen. Die oberste Regel lautet: Alle sind gemeinsam für das Gelingen der Szene verantwortlich, ohne den Ausgang zu kennen.
Dieses Prinzip lässt sich direkt auf die Hochschullehre übertragen, in der Lehrende Lernprozesse begleiten, statt sie vollständig zu kontrollieren.
Improtheater bietet Hochschullehrenden die Möglichkeit, gewohnte Lehr- und Kommunikationsmuster zu reflektieren und aufzubrechen. Sie stärken ihre Präsenz, gewinnen Sicherheit im Umgang mit Unvorhergesehenem und erweitern ihr didaktisches Repertoire. So können sie gezielt auswählen, welche Impulse sie nachhaltig in ihren Lehralltag integrieren möchten.
Arbeitseinheiten
8
Teilnahmegebühren
Netzwerk: 50€
