Selbstevaluation in der Praxis – Lehre im Dialog mit den Studierenden verbessern
Die kontinuierliche Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der eigenen Lehrveranstaltung gehört für Lehrende zum Arbeitsalltag. Gezielt eingesetzte Selbstevaluations- und Feedbackmethoden können ihnen helfen, ihr eigenes Handeln zu reflektieren, Störfaktoren zu identifizieren und Handlungsalternativen zu entwickeln. In diesem praxisbezogenen Workshop lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Feedbackmethoden kennen, mit denen sie schon zu Beginn, während des laufenden Semesters bzw. am Ende des Semesters studentisches Feedback einholen können. Hierbei werden alternative Methoden zur klassischen Lehrveranstaltungsevaluation vorgestellt, ausprobiert und diskutiert, die in der Präsenzlehre, aber auch in digitalen Lernumgebungen eingesetzt werden können. Dazu gehören v. a. Methoden, die quantitative und qualitative Elemente integrieren wie die Rating-Konferenz, die Feed-In Befragung und die leitfadengestützte Gruppendiskussion. Im Rahmen des Workshops werden die einzelnen Arbeitsschritte von der zeitlichen Planung über die Methodenauswahl, die Durchführung bis zur Maßnahmenableitung nachvollzogen und die besonderen Herausforderungen (z. B. die Entwicklung geeigneter Fragen, die Auswahl der (Online-)Tools, die Bestimmung des geeigneten Zeitpunkts sowie die Aktivierung der Studierenden) thematisiert. Da der Erfolg bzw. die Qualität einer Lehrveranstaltung jedoch nicht allein davon abhängig ist, dass die Lehrenden gut “performen”, beschäftigt sich der Workshop auch damit, wie die Feedbackrunden dazu genutzt werden können, die Studierenden an ihre aktive Rolle und ihre (Eigen-)Verantwortung in der Lehr-Lern-Situation zu erinnern. So sind die Lehrenden nicht nur in der feedbacknehmenden Position, sondern gelangen in die Lage, gemeinsam mit den Studierenden eine Lehr-Lern-Situation zu gestalten, die für beide Seiten möglichst gewinnbringend und angenehm ist.
