Digitale Prüfungen aus prüfungsrechtlicher Sicht

Beschreibung:

Digitale Prüfungen eröffnen Lehrenden viele Möglichkeiten, neue und innovative Prüfungsformate umzusetzen. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, „Was darf ich und was muss ich dabei beachten?“. Das Prüfungsrecht hilft uns hier weiter, allerdings ist es in der Praxis an Hochschulen eine Herausforderung, sich einen (rechts-)sicheren Überblick zu verschaffen und oftmals bleiben Unsicherheiten zurück, ob man auch alles richtig verstanden und umgesetzt hat.

In dem Tagesworkshop „Digitale Prüfungen aus prüfungsrechtlicher Sicht“ nähern wir uns dem komplexen Themenfeld des Prüfungsrechts praxisorientiert an. Wir verschaffen uns zunächst einem Überblick über die Rechtsquellen, Grundlagenbegriffe und Prüfungsverfahren, insbesondere Prüfungen in elektronischer Form und Online-Prüfungen. Danach widmen wir uns der Lösung von Praxisfällen. Die spezifischen Fragen und Interessen der Teilnehmer:innen stehen dabei im Mittelpunkt. Gemeinsam entwickeln wir ein systematisches Vorgehen und wir erschließen uns die relevanten Rechtsquellen, so dass die Teilnehmer:innen auch zukünftig Sicherheit bei der Beschäftigung mit prüfungsrechtlichen Fragen erlangen.

Die Teilnehmer:innen können zur Vorbereitung eine Woche vor dem Workshop (also bis zum 26.08.2024) eine bis zwei Fragen aus ihrer Lehr- und Prüfungspraxis bzgl. (digitaler) Prüfungen formulieren und die Prüfungsordnung(en) des Studiengangs bzw. der Studiengänge, auf die sich die Fragen beziehen, heraussuchen (https://www.uni-due.de/verwaltung/satzungen_ordnungen/pruefungsordnungen.php) und bei der Workshopleitung einreichen. Die Fragen werden dann bei der Lösung der Praxisfälle aufgegriffen.

Hinweis: Eine finale rechtliche Klärung dieser Fragen bzw. eine umfassende rechtliche Beratung wird im Rahmen des Workshops nicht stattfinden können.

Die Teilnehmer:innen erhalten zunächst einen Überblick über die grundlegenden Strukturen und relevanten Rechtsquellen im Prüfungsrecht und die Grundlagenbegriffe mit dem Fokus auf digitale Prüfungsverfahren. Im Praxisteil des Workshops beschäftigen sich die Teilnehmer:innen in Kleingruppen mit Fragen des Prüfungsrechts, die sie selbst entwickelt bzw. mitgebracht haben und die somit im direkten Bezug zu ihrer Lehre stehen. Unter Anleitung des juristischen Fachexperten werden die Schritte zur Falllösung, insbesondere der Umgang mit den Rechtsquellen, gegangen und die Lösungen auch vor dem didaktischen Hintergrund gemeinsam diskutiert, sodass die Teilnehmer:innen später souverän mit aufkommenden rechtlichen Herausforderungen umgehen können.

Methoden:

Vortrag, Diskussion, Gruppenarbeit und kollegiale Beratung

Nach Abschluss des Workshops sind die Teilnehmer:innen in der Lage…

  • gewinnen einen umfassenden Einblick in die vielfältigen rechtlichen Aspekte im Kontext des digitalen Prüfungswesens;
  • vertiefen ihr Verständnis für die grundlegenden Strukturen und relevanten Rechtsquellen im Prüfungsrecht, die zu beachten sind und
  • erlangen die Fähigkeit, souverän mit aufkommenden rechtlichen Herausforderungen umzugehen und deren didaktische Implikationen einzuschätzen.

Voraussetzungen zur Teilnahme:

Es wird kein Vorwissen vorausgesetzt.

Im Workshop werden wir mit unterschiedlichen Gesetzen und Prüfungsordnungen arbeiten. Die Teilnehmer:innen sollten daher ein internetfähiges mobiles Endgerät (Laptop oder Tablet) mitbringen, auf dem sie die Texte gut lesen können.

  • Sprache: DE

Datum

02.Sep.2024

Uhrzeit

10:00 - 17:00

Themenfelder

Themenfeld 2: Prüfen und Bewerten

Ort

Universität Duisburg-Essen

Veranstalter

Zentrum für Hochschulqualitätsentwicklung - Universität Duisburg - Essen
E-Mail
hochschuldidaktik@uni-due.de
Website
https://www.uni-due.de/zhqe/hd_kursangebot.php